AHB (Anschlussheilbehandlung)
Die Kurzantwort: Reha direkt im Anschluss an einen Krankenhausaufenthalt.
Für die Einordnung des eigenen Falls ist AHB (Anschlussheilbehandlung) ein Baustein. Reha direkt im Anschluss an einen Krankenhausaufenthalt.
Was der Begriff bedeutet
Die Anschlussheilbehandlung ist eine medizinische Reha, die zeitnah (in der Regel innerhalb von 14 Tagen) nach einem Krankenhausaufenthalt beginnt. Sie kommt vor allem nach Operationen, Herzinfarkt oder Schlaganfall zum Einsatz. Der Sozialdienst des Krankenhauses leitet die Antragstellung in der Regel ein.
Was das für Betroffene bedeutet
Im Zusammenspiel mit weiteren Verfahrensschritten wird die Bedeutung deutlich.
- Anschlussrehabilitation — Anderer Begriff für AHB.
- AHB-Direkteinleitungsverfahren — Beschleunigtes Verfahren zur Einleitung einer Anschlussreha.
- Sozialdienst — Beratungsstelle im Krankenhaus für Reha- und Nachsorgefragen.
Das Datum des Bescheids genau notieren — die Widerspruchsfrist läuft ab Zugang, nicht ab Ausstellungsdatum.
Häufige Fragen
Diese Fragen erreichen uns rund um das Thema besonders oft.
Wie lange dauert eine Reha in der Regel?
Das hängt stark vom Fachbereich ab: orthopädische oder kardiologische Reha meist 3 Wochen, psychosomatische Reha oft 5 Wochen, Sucht-Reha stationär 8 bis 16 Wochen. Die genaue Dauer legt die Einrichtung mit dem Kostenträger anhand des Verlaufs fest.
Was passiert, wenn während der Reha eine weitere Erkrankung auftritt?
Die Einrichtung behandelt akute Zwischenfälle in der Regel selbst oder verlegt bei Bedarf in ein Krankenhaus. Die Reha-Maßnahme kann anschließend fortgesetzt oder neu beantragt werden, je nach Schwere des Ereignisses.
Was ist eine Mutter-Kind- oder Vater-Kind-Kur?
Eine Vorsorge- oder Reha-Maßnahme der Krankenkasse für Elternteile mit erschöpfungsbedingten Beschwerden, bei der das Kind mit aufgenommen und parallel betreut wird. Zuständig ist in aller Regel die Krankenkasse, nicht die Rentenversicherung.
Gibt es Reha-Angebote speziell für Kinder und Jugendliche?
Ja, die Kinder- und Jugendrehabilitation behandelt chronisch kranke Kinder und Jugendliche, etwa bei Asthma, Neurodermitis, Adipositas oder Diabetes Typ 1, meist mit begleitendem Schulunterricht während der Reha-Zeit.
Was passiert mit meinem Job während einer längeren Reha?
Der Arbeitsplatz bleibt während einer bewilligten Reha-Maßnahme erhalten. Bei längerer Abwesenheit kann im Anschluss die stufenweise Wiedereingliederung helfen, schrittweise zurück in den vollen Job zu finden.