Deutsche Rentenversicherung
Schnell erklärt: Größter Betreiber eigener Reha-Kliniken in Deutschland, zugleich wichtigster Kostenträger für medizinische Reha.
| Typ | Gesetzlicher Träger |
|---|---|
| Sitz | Berlin (DRV Bund) und Regionalträger |
| Kliniken (ca.) | 101 |
| Betten (ca.) | 19.279 |
| Website | www.deutsche-rentenversicherung.de |
Über den Träger
Die Deutsche Rentenversicherung ist mit ihren Trägern (DRV Bund, Regionalträger der Länder, Knappschaft-Bahn-See) sowohl der größte Kostenträger für medizinische Rehabilitation in Deutschland als auch selbst Betreiberin eigener Reha-Kliniken. Über die eigenen Einrichtungen hinaus finanziert die Rentenversicherung Reha-Maßnahmen in privaten und gemeinnützigen Kliniken, sofern die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Die Rentenversicherung ist in der Regel zuständig, wenn die Erwerbsfähigkeit erhalten oder wiederhergestellt werden soll.
Fachliche Schwerpunkte
- Orthopädie
- Kardiologie
- Onkologie
- Psychosomatik
- Pneumologie
Bedeutung im Verfahrensalltag
Für die Zeit nach der Reha ist Reha-Sport oder Funktionstraining oft eine sinnvolle Ergänzung, um die erzielten Fortschritte zu halten. Beides muss gesondert ärztlich verordnet und beim Kostenträger genehmigt werden.
Markt-Kontext
Ambulante Reha macht bundesweit rund 16 Prozent aller medizinischen Reha-Leistungen aus, mit deutlichen regionalen Unterschieden — in Bremen liegt der Anteil bei rund der Hälfte, in vielen Flächenländern deutlich niedriger, weil die Versorgungsdichte geringer ist.
Nach der Reha lohnt der Blick auf Reha-Sport oder Funktionstraining, um erzielte Fortschritte zu stabilisieren.
Häufige Fragen
Aus dem redaktionellen Alltag: die häufigsten Fragen zum Thema.
Muss ich für die Reha extra Urlaub nehmen?
Nein, während einer bewilligten Reha-Maßnahme gelten Sie in der Regel als arbeitsunfähig beziehungsweise die Zeit wird entsprechend der Zuständigkeit des Kostenträgers abgesichert, nicht als regulärer Urlaub.
Kann ich mehrere Reha-Anträge gleichzeitig stellen?
Üblich ist ein Antrag pro Anliegen. Bei mehreren gleichzeitig bestehenden Erkrankungen wird meist eine Einrichtung gesucht, die alle relevanten Fachbereiche abdecken kann, statt mehrere Anträge parallel zu stellen.
Wie kann ich mich auf ein Aufnahmegespräch in der Reha-Klinik vorbereiten?
Hilfreich sind eine Übersicht der aktuellen Medikamente, relevante Vorbefunde und eine kurze Beschreibung der eigenen Beschwerden im Alltag. Die Einrichtung informiert vorab meist über den genauen Ablauf der Aufnahme.
Muss ich für die Reha selbst etwas bezahlen?
Bei Zuständigkeit der Rentenversicherung fallen in der Regel 10 Euro Zuzahlung pro Tag für maximal 14 Tage im Kalenderjahr an, bei der Krankenkasse für bis zu 28 Tage. Bereits geleistete Zuzahlungen für einen Krankenhausaufenthalt werden angerechnet. Von der gesetzlichen Zuzahlung befreite Personen zahlen nichts.
Was passiert, wenn mein Reha-Antrag abgelehnt wird?
Sie erhalten einen schriftlichen Bescheid mit Begründung. Dagegen kann innerhalb eines Monats Widerspruch eingelegt werden, idealerweise mit ergänzenden ärztlichen Unterlagen. Bleibt es bei der Ablehnung, ist eine kostenfreie Klage vor dem Sozialgericht möglich.