Geriatrische Reha
Kurz gesagt: Rehabilitation für ältere Menschen nach Krankenhausaufenthalt, Sturz oder mit Mehrfacherkrankungen.
| Typische Dauer | in der Regel 3 bis 4 Wochen |
|---|---|
| Kostenträger | Gesetzliche Krankenkasse, Pflegekasse (in Teilen) |
Was diese Reha umfasst
In den Erläuterungen der Kostenträger taucht Geriatrische Reha auf. Die geriatrische Rehabilitation richtet sich an ältere Patientinnen und Patienten, häufig nach einem Sturz mit Oberschenkelhalsbruch, nach längerem Krankenhausaufenthalt oder bei mehreren gleichzeitig bestehenden Erkrankungen. Im Mittelpunkt steht der Erhalt oder Wiedergewinn der Selbstständigkeit im Alltag: Gehfähigkeit, Sturzprophylaxe, Selbstversorgung. Ein interdisziplinäres Team aus Ärzten, Pflege, Physio- und Ergotherapie sowie Sozialdienst arbeitet eng zusammen, um eine Rückkehr in die häusliche Umgebung zu ermöglichen.
Typische Anlässe
- Nach Oberschenkelhalsbruch
- Sturzfolgen
- Mehrfacherkrankungen im Alter
- Nach längerem Krankenhausaufenthalt
Praktische Bedeutung
Der Zusammenhang mit anderen Teilen des Reha-Verfahrens ist eng. Für Betroffene heißt das im Alltag: Je konkreter der Antrag medizinisch begründet ist, desto reibungsloser läuft in der Regel die Bearbeitung. Der Sozialdienst im Krankenhaus oder die behandelnde Praxis kennen die Formulare und können gezielt unterstützen.
Antrag und Kostenträger
Der Ablauf ist in Deutschland weitgehend einheitlich geregelt: Mehr zur Antragstellung im Ratgeber Reha-Antrag stellen und zu den Zuständigkeiten im Ratgeber Kostenträger der Reha.
Was oft übersehen wird
Was oft ins Rutschen kommt: Fahrtkosten zur Reha werden erstattet, aber nur, wenn der entsprechende Antrag gleich mitgestellt wird, nicht nachträglich.
Bei einer AHB nach Krankenhausaufenthalt zählt Schnelligkeit — je eher die Reha beginnt, desto besser meist der Behandlungserfolg.
Häufige Fragen
Aus dem redaktionellen Alltag: die häufigsten Fragen zum Thema.
Was ist eine sozialmedizinische Leistungsbeurteilung?
Sie ist Teil des Entlassungsberichts und schätzt ein, in welchem Umfang und unter welchen Bedingungen eine Rückkehr ins Erwerbsleben möglich ist. Sie beeinflusst häufig Folgeentscheidungen wie Erwerbsminderungsrente oder weitere Reha-Maßnahmen.
Zählt eine Reha als Krankschreibung?
Während einer stationären Reha gelten Sie in der Regel als arbeitsunfähig beziehungsweise die Reha-Zeit wird entsprechend angerechnet. Details klärt der behandelnde Betrieb oder Arbeitgeber am besten direkt mit der Krankenkasse.
Was ist die stufenweise Wiedereingliederung (Hamburger Modell)?
Dabei kehren Beschäftigte nach längerer Krankheit schrittweise mit reduzierter Stundenzahl an den Arbeitsplatz zurück, ärztlich begleitet und von Krankenkasse oder Rentenversicherung unterstützt.
Wer ist für meinen Reha-Antrag zuständig?
Das hängt von Erwerbsstatus und Diagnose ab: Bei Erwerbstätigen mit ausreichenden Pflichtbeitragszeiten meist die Deutsche Rentenversicherung, sonst die gesetzliche Krankenkasse, bei Arbeitsunfällen die Berufsgenossenschaft. Ist die Zuständigkeit unklar, muss der zuerst angefragte Träger innerhalb von zwei Wochen weiterleiten.
Was bedeutet es, wenn eine Reha-Einrichtung Vertragspartner der Krankenkasse ist?
Vertragskliniken haben feste Konditionen mit der jeweiligen Krankenkasse vereinbart. Bei einer Wunscheinrichtung außerhalb dieses Vertragsnetzes können unter Umständen Mehrkosten für die versicherte Person entstehen.