Onkologische Reha
Kurz gesagt: Rehabilitation nach Krebsbehandlung, Operation, Chemo- oder Strahlentherapie.
| Typische Dauer | in der Regel 3 Wochen |
|---|---|
| Kostenträger | Deutsche Rentenversicherung, Gesetzliche Krankenkasse |
Was diese Reha umfasst
Wer sich näher mit Onkologische Reha beschäftigt, stößt schnell auf wiederkehrende Fragen. Die onkologische Rehabilitation unterstützt Menschen nach der Behandlung einer Krebserkrankung, meist im Anschluss an Operation, Chemotherapie oder Strahlentherapie. Behandlungsschwerpunkte sind der Umgang mit Fatigue (chronischer Erschöpfung), Aufbau von Kraft und Kondition, Ernährungsberatung, Lymphdrainage bei Lymphödemen sowie psychoonkologische Begleitung. Die Reha kann bei Bedarf mehrfach beantragt werden, etwa bei einer Tumornachsorge-Kur einige Jahre nach der Erstbehandlung.
Typische Anlässe
- Nach Krebsoperation
- Nach Chemotherapie
- Nach Strahlentherapie
- Fatigue-Syndrom
- Lymphödem
Praktische Bedeutung
Der Zusammenhang mit anderen Teilen des Reha-Verfahrens ist eng. Wer unsicher ist, welcher Kostenträger zuständig ist, muss das nicht selbst herausfinden: Nach § 14 SGB IX muss der zuerst angefragte Träger innerhalb von zwei Wochen klären oder weiterleiten.
Antrag und Kostenträger
Der Ablauf ist in Deutschland weitgehend einheitlich geregelt: Mehr zur Antragstellung im Ratgeber Reha-Antrag stellen und zu den Zuständigkeiten im Ratgeber Kostenträger der Reha.
Was oft übersehen wird
Was oft ins Rutschen kommt: Fahrtkosten zur Reha werden erstattet, aber nur, wenn der entsprechende Antrag gleich mitgestellt wird, nicht nachträglich.
Bei einer AHB nach Krankenhausaufenthalt zählt Schnelligkeit — je eher die Reha beginnt, desto besser meist der Behandlungserfolg.
Häufige Fragen
Rund um dieses Thema tauchen immer wieder dieselben Fragen auf.
Was ist Übergangsgeld und wer bekommt es?
Übergangsgeld gleicht während der Reha den Verdienstausfall aus, wenn zuvor Anspruch auf Krankengeld oder eine vergleichbare Leistung bestand. Es wird von der Rentenversicherung als Kostenträger gezahlt.
Was passiert, wenn mein Reha-Antrag abgelehnt wird?
Sie erhalten einen schriftlichen Bescheid mit Begründung. Dagegen kann innerhalb eines Monats Widerspruch eingelegt werden, idealerweise mit ergänzenden ärztlichen Unterlagen. Bleibt es bei der Ablehnung, ist eine kostenfreie Klage vor dem Sozialgericht möglich.
Ist eine Reha auch bei chronischen Erkrankungen ohne akutes Ereignis möglich?
Ja, ein Heilverfahren kann unabhängig von einem akuten Krankenhausaufenthalt beantragt werden, wenn eine chronische Erkrankung die Erwerbsfähigkeit oder Selbstständigkeit beeinträchtigt.
Kann privat Versicherten eine Reha verweigert werden?
Privat Krankenversicherte haben Anspruch gemäß ihrem Versicherungstarif. Die Bedingungen unterscheiden sich zwischen Tarifen, weshalb eine Klärung mit dem Versicherer vor der Antragstellung sinnvoll ist.
Was passiert mit meinem Job während einer längeren Reha?
Der Arbeitsplatz bleibt während einer bewilligten Reha-Maßnahme erhalten. Bei längerer Abwesenheit kann im Anschluss die stufenweise Wiedereingliederung helfen, schrittweise zurück in den vollen Job zu finden.