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Orthopädische Reha

In einem Satz: Rehabilitation nach Gelenkersatz, Bandscheibenoperation oder bei chronischen Rückenschmerzen.

Typische Dauerin der Regel 3 Wochen, bei Bedarf verlängerbar
KostenträgerDeutsche Rentenversicherung, Gesetzliche Krankenkasse, Berufsgenossenschaft (bei Arbeitsunfall)

Was diese Reha umfasst

In den Erläuterungen der Kostenträger taucht Orthopädische Reha auf. Die orthopädische Rehabilitation ist der größte Fachbereich der medizinischen Reha in Deutschland. Sie richtet sich an Menschen nach Operationen am Bewegungsapparat (Hüft- oder Knieprothese, Bandscheibenvorfall, Wirbelsäulenoperation) sowie bei chronischen Erkrankungen wie Arthrose, Rheuma oder anhaltenden Rückenschmerzen. Im Mittelpunkt stehen Physiotherapie, medizinische Trainingstherapie, Ergotherapie und bei Bedarf Schmerztherapie. Ziel ist die Wiederherstellung von Beweglichkeit, Kraft und Alltagsfähigkeit sowie die Rückkehr in Beruf und Alltag.

Typische Anlässe

Für den Alltag

Erst mit Blick auf die umliegenden Themen wird die Rolle im Antragsverfahren klar. Für Betroffene heißt das im Alltag: Je konkreter der Antrag medizinisch begründet ist, desto reibungsloser läuft in der Regel die Bearbeitung. Der Sozialdienst im Krankenhaus oder die behandelnde Praxis kennen die Formulare und können gezielt unterstützen.

Antrag und Kostenträger

In der Praxis läuft die Suche meist über drei Wege: Mehr zur Antragstellung im Ratgeber Reha-Antrag stellen und zu den Zuständigkeiten im Ratgeber Kostenträger der Reha.

Was oft übersehen wird

Ein häufiger Fehler ist eine zu knapp begründete Antragstellung. Je konkreter der medizinische Bezug im Antrag oder Widerspruch dargestellt wird, desto reibungsloser die Bearbeitung.

Vor der Antragstellung

Vor der Antragstellung mit dem Sozialdienst des Krankenhauses sprechen — er kennt die Formulare und Fristen im Detail.

Häufige Fragen

Aus dem redaktionellen Alltag: die häufigsten Fragen zum Thema.

Was ist eine sozialmedizinische Leistungsbeurteilung?

Sie ist Teil des Entlassungsberichts und schätzt ein, in welchem Umfang und unter welchen Bedingungen eine Rückkehr ins Erwerbsleben möglich ist. Sie beeinflusst häufig Folgeentscheidungen wie Erwerbsminderungsrente oder weitere Reha-Maßnahmen.

Kann ich mir die Reha-Klinik selbst aussuchen?

Nach § 8 SGB IX besteht ein Wunsch- und Wahlrecht. Sie können eine Einrichtung vorschlagen, der Kostenträger prüft, ob die sozialmedizinischen Kriterien erfüllt sind und weist bei Erfüllung in der Regel die Wunscheinrichtung zu.

Zählt eine Reha als Krankschreibung?

Während einer stationären Reha gelten Sie in der Regel als arbeitsunfähig beziehungsweise die Reha-Zeit wird entsprechend angerechnet. Details klärt der behandelnde Betrieb oder Arbeitgeber am besten direkt mit der Krankenkasse.

Wie erfahre ich, ob eine Einrichtung meinen Fachbereich abdeckt?

Die fachliche Ausrichtung einer Einrichtung erfahren Sie am zuverlässigsten direkt bei der Einrichtung selbst oder über den Sozialdienst, der bei der Antragstellung passende Vorschläge macht.

Was ist die stufenweise Wiedereingliederung (Hamburger Modell)?

Dabei kehren Beschäftigte nach längerer Krankheit schrittweise mit reduzierter Stundenzahl an den Arbeitsplatz zurück, ärztlich begleitet und von Krankenkasse oder Rentenversicherung unterstützt.