Psychosomatische Reha
Die Kurzantwort: Rehabilitation bei Depression, Burnout, Angststörungen und stressbedingten Erkrankungen.
| Typische Dauer | in der Regel 5 Wochen |
|---|---|
| Kostenträger | Deutsche Rentenversicherung, Gesetzliche Krankenkasse |
Was diese Reha umfasst
Vor der Antragstellung ist ein Verständnis von Psychosomatische Reha hilfreich. Die psychosomatische Rehabilitation richtet sich an Menschen mit Depressionen, Angststörungen, Burnout, chronischen Schmerzsyndromen oder posttraumatischen Belastungsstörungen. Der Behandlungsansatz kombiniert Einzel- und Gruppenpsychotherapie, körperorientierte Verfahren, Entspannungstraining und sozialmedizinische Beratung zur beruflichen Wiedereingliederung. Die Wartezeiten auf einen Reha-Platz können hier länger sein als in somatischen Fachbereichen, da die Nachfrage seit Jahren steigt.
Typische Anlässe
- Depression
- Burnout
- Angststörung
- Chronisches Schmerzsyndrom
- Posttraumatische Belastungsstörung
Was das für Betroffene bedeutet
Im Zusammenspiel mit weiteren Verfahrensschritten wird die Bedeutung deutlich. Ein oft unterschätzter Punkt: Fahrtkosten zur Reha werden von vielen Kostenträgern anteilig erstattet. Ein entsprechendes Formularfeld findet sich meist direkt im Antrag, wird aber gelegentlich übersehen.
Antrag und Kostenträger
Der Ablauf ist in Deutschland weitgehend einheitlich geregelt: Mehr zur Antragstellung im Ratgeber Reha-Antrag stellen und zu den Zuständigkeiten im Ratgeber Kostenträger der Reha.
Was oft übersehen wird
Was oft ins Rutschen kommt: Fahrtkosten zur Reha werden erstattet, aber nur, wenn der entsprechende Antrag gleich mitgestellt wird, nicht nachträglich.
Bei Unsicherheit über den richtigen Kostenträger hilft ein Anruf bei der Rentenversicherung oder Krankenkasse weiter — die Klärungspflicht liegt beim Träger.
Häufige Fragen
Rund um dieses Thema tauchen immer wieder dieselben Fragen auf.
Wie lange dauert eine Reha in der Regel?
Das hängt stark vom Fachbereich ab: orthopädische oder kardiologische Reha meist 3 Wochen, psychosomatische Reha oft 5 Wochen, Sucht-Reha stationär 8 bis 16 Wochen. Die genaue Dauer legt die Einrichtung mit dem Kostenträger anhand des Verlaufs fest.
Muss ich für die Reha selbst etwas bezahlen?
Bei Zuständigkeit der Rentenversicherung fallen in der Regel 10 Euro Zuzahlung pro Tag für maximal 14 Tage im Kalenderjahr an, bei der Krankenkasse für bis zu 28 Tage. Bereits geleistete Zuzahlungen für einen Krankenhausaufenthalt werden angerechnet. Von der gesetzlichen Zuzahlung befreite Personen zahlen nichts.
Was passiert, wenn eine Reha-Einrichtung keine passenden Plätze frei hat?
Der Kostenträger schlägt in diesem Fall in der Regel eine alternative Einrichtung mit ähnlichem Fachschwerpunkt vor. Ein bestimmter Wunsch kann sich dadurch verzögern, entfällt aber nicht automatisch, wenn er weiterhin medizinisch begründet ist.
Was ist eine Mutter-Kind- oder Vater-Kind-Kur?
Eine Vorsorge- oder Reha-Maßnahme der Krankenkasse für Elternteile mit erschöpfungsbedingten Beschwerden, bei der das Kind mit aufgenommen und parallel betreut wird. Zuständig ist in aller Regel die Krankenkasse, nicht die Rentenversicherung.
Kann ich eine Reha auch im europäischen Ausland machen?
In begründeten Ausnahmefällen ist das möglich, etwa bei besonderer fachlicher Spezialisierung, die im Inland nicht verfügbar ist. Das Verfahren ist komplexer und muss vorab mit dem Kostenträger abgestimmt werden.